Pokal-Drama mit gutem Ende – BVB schlägt Bremen 3:2 🖤💛 - DFB-Pokal - 3:2

Was für ein Pokalabend. Der BVB schlägt Werder Bremen mit 3:2 und zieht ins Achtelfinale ein. Das Ergebnis klingt dabei deutlich knapper, als sich das Spiel über weite Strecken angefühlt hat, denn Dortmund hatte die Partie eigentlich im Griff.

 

Schon früh war zu sehen, dass der BVB deutlich wacher und zielstrebiger auftrat. Nach gerade einmal sechs Minuten brachte Guirassy die Mannschaft nach Vorlage von Ryerson mit 1:0 in Führung. Nur elf Minuten später legte Chukwuemeka nach Vorarbeit von Bellingham das 2:0 nach. Genau so stellt man sich einen Pokalabend vor: früh da, früh belohnt und den Gegner direkt unter Druck gesetzt.

 

Auch danach blieb Dortmund die aktivere Mannschaft. Bremen kam zwar immer wieder zu einzelnen Aktionen, insgesamt hatte man aber nie wirklich das Gefühl, dass der BVB dieses Spiel aus der Hand geben müsste.

 

Bis der Schiedsrichter plötzlich beschloss, doch noch etwas Spannung reinzubringen.

 

Der Strafstoß zum 2:1 war aus unserer Sicht schon sehr großzügig. Füllkrug nahm das Geschenk an und verwandelte sicher. Und genau da wird die Linie des Schiedsrichters fragwürdig. Wenn man diesen Kontakt auf der einen Seite als Elfmeter bewertet, muss man auf der anderen Seite eigentlich genauso konsequent sein. In der 80. Minute hält Pieper Maxi Beier in einer Situation fest, in der dieser klar durch gewesen wäre. Pieper war zu diesem Zeitpunkt bereits verwarnt.

 

Wenn du den Bremer Elfmeter so pfeifst, musst du diese Szene mindestens genauso streng bewerten. Dann reden wir nicht nur über einen möglichen Freistoß, sondern auch über Gelb-Rot gegen Pieper. Diese Konsequenz fehlte.

 

In der 68. Minute fiel dann tatsächlich der Ausgleich. Bremen spielte den Konter stark aus, Anton sieht in der Szene einmal nicht gut aus – passiert. Und vorne steht dann eben Niclas Füllkrug, der solche Situationen eiskalt nutzt. 2:2.

 

Plötzlich sah das Ergebnis so aus, als wäre Bremen komplett auf Augenhöhe gewesen. Ganz so fühlte es sich aus unserer Sicht aber nicht an. Der BVB hatte mehr Ballbesitz, mehr Strafraumaktionen und gerade in der ersten Hälfte klar mehr Kontrolle. Bremen bekam seine Momente – teilweise stark herausgespielt, teilweise aber eben auch durch Geschenke und fragwürdige Entscheidungen begünstigt.

 

Positiv war vor allem, wie Dortmund auf das 2:2 reagierte. Kein Einbrechen, kein völliger Kontrollverlust. Der BVB machte weiter, während Bremen nun gefühlt noch tiefer stand und versuchte, sich in die Verlängerung zu retten.

 

Dann kam die Nachspielzeit. Freistoß für Dortmund. Der Ball wird perfekt getreten – und Marcel Sabitzer macht in der 93. Minute das 3:2. Ein direkter Freistoß wie aus dem Bilderbuch und endlich die Belohnung für das, was Dortmund über weite Strecken gezeigt hatte.

 

Kurz darauf war Schluss. Achtelfinale.

 

Und diesmal kann man aus Dortmunder Sicht auch mal festhalten: Das war nicht nur ein irgendwie erkämpfter Sieg. Wir haben zwei starke Halbzeiten gesehen. Dortmund war präsent, offensiv deutlich aktiver und wirkte über lange Phasen wie die Mannschaft, die dieses Pokalspiel kontrolliert.

 

Dass es am Ende trotzdem noch einmal so eng wurde, lag auch an kleineren Fehlern – aber eben nicht nur. Der BVB hat Bremen mehrfach zurück ins Spiel eingeladen und trotzdem die richtige Antwort gefunden. Genau diese Mentalität brauchen wir jetzt. 💪

 

Denn nach Frankfurt und Bremen kommt als Nächstes die ganz große Aufgabe: auswärts bei den Bauern.

 

Wettbewerbsübergreifend drei Siege in Folge, wieder mehr Leben in der Offensive und jetzt ein Pokalabend, bei dem die Mannschaft nach einem bitteren 2:2 noch einmal zurückkommt. 

 

3:2. Pokal-Achtelfinale. Weiter geht’s. 🖤💛

 

Nur der BVB!