Großbus, Geduldsspiel und Joker-Beier – BVB schlägt Frankfurt 1:0 🖤💛 - Bundesliga - 1:0

Endlich wieder ein Bundesliga-Dreier.

 

Nach den zuletzt eher zähen Auftritten war gegen Frankfurt vor allem wichtig, wieder ein Zeichen zu setzen. Und das ist gelungen – auch wenn der Weg dahin erneut kein Selbstläufer war.

 

Schon die Anreise hatte diesmal etwas Besonderes: Großbusfahrt der Ostborussen Richtung Dortmund. Viele Leute, gute Stimmung und die Hoffnung, dass der Sieg in Baku vielleicht tatsächlich der kleine Brustlöser war, den diese Mannschaft gebraucht hat.

 

Auf dem Platz sah es zumindest phasenweise danach aus.

 

Der BVB war offensiv deutlich aktiver als noch zuletzt. 18 Abschlüsse, 13 Ecken, 36 Ballkontakte im gegnerischen Strafraum – Dortmund war klar die Mannschaft, die mehr für das Spiel tat.

 

Aber auch diesmal fehlte lange die letzte Konsequenz.

 

Viel Druck, viele gute Ansätze, einige ordentliche Kombinationen – nur der entscheidende Abschluss wollte nicht kommen. Dazu landete ein Versuch am Aluminium. Man hatte über weite Strecken das Gefühl: Das Tor liegt irgendwie in der Luft, aber so richtig zwingend ist es dann eben doch noch nicht.

 

Und genau da muss der BVB weiter zulegen.

 

Mit der Qualität in dieser Offensive darf aus dieser Überlegenheit eigentlich früher mehr entstehen. 18 Abschlüsse klingen gut, fünf Schüsse aufs Tor sind solide – aber bei dieser Feldüberlegenheit hätte man Frankfurt durchaus früher richtig wehtun können.

 

Und dann gab es da auch noch den einen oder anderen Moment, bei dem man sich auf der Tribüne nur fragen konnte: VAR – schaut ihr eigentlich mit?

 

Mehrere Szenen im Frankfurter Strafraum waren zumindest diskutabel und hätten gut und gerne auch anders bewertet werden können. Dass am Ende kein Strafstoß dabei herumkam, war aus Dortmunder Sicht schon ziemlich großzügig ausgelegt. Man muss nicht jede Berührung pfeifen – aber bei einigen Entscheidungen durfte man sich schon wundern, wie schnell weitergespielt wurde.

 

Frankfurt selbst blieb gefährlich genug, um einen jederzeit daran zu erinnern, dass ein 0:0 eben auch schnell kippen kann.

 

Dann kam die 68. Minute. Kovač brachte unter anderem Maxi Beier. Und der Joker stach.

 

Nur zwölf Minuten später bereitete Jobe Bellingham vor und Beier traf zum 1:0.

 

Ausgerechnet Maxi.

 

Schon gegen Stuttgart hatte er die passende Antwort auf seine Nichtnominierung für die Nationalmannschaft gegeben – und jetzt liefert er erneut, wenn der BVB ihn braucht unter den Augen von Nationaltrainer Jürgen Klopp.

 

Einwechslung. Tor. Drei Punkte.

 

So darf ein Joker gerne funktionieren.

 

Nach der Führung versuchte Frankfurt noch einmal alles, Dortmund blieb diesmal aber stabil und brachte das Ergebnis über die Zeit.

 

Und genau das ist nach den letzten Wochen ebenfalls wichtig: Die Defensive hält wieder die Null.

 

Kein großes Spektakel. Kein Feuerwerk.

 

Aber diesmal war offensiv zumindest deutlich mehr Leben drin als zuletzt. Der BVB kam zu Chancen, suchte konsequenter den Weg nach vorne und belohnte sich am Ende spät.

 

Trotzdem bleibt noch Luft nach oben.

 

Denn wenn du 58 Prozent Ballbesitz, 18 Abschlüsse, 13 Ecken und 36 Strafraumkontakte hast, darf am Ende auch gerne früher als in der 80. Minute etwas Zählbares dabei herauskommen.

 

Aber heute überwiegt das Positive.

 

Sieg in Baku. Sieg gegen Frankfurt.

 

Vielleicht kommt der BVB langsam wieder in die Spur.

 

Und das wäre auch dringend nötig, denn die nächste Aufgabe wartet schon: Unter der Woche kommt Werder Bremen im Pokal nach Dortmund.

 

Nach dem bitteren 2:2 in der Bundesliga sollte jeder wissen, wie unangenehm dieser Gegner sein kann.

 

Danach geht es zu den Bauern.

 

Die kommenden Spiele bleiben also richtungsweisend.

 

Aber erstmal gilt:

 

1:0. Drei Punkte. Zu Null. Joker sticht. Großbus erfolgreich. 💪🖤💛

 

Und der VAR? Der darf sich beim nächsten Mal gerne etwas weniger unsichtbar machen.

 

Nur der BVB!